Ollis Weltbild • 07.21.09
Mr. Golden Goal vermisst im deutschen Fußball die Weltstars. Neben einem kleinen Seitenhieb für Michael Ballack wird auch gleich noch der Mannschaftsgeist in Frage gestellt. Diese Nachricht scheint so wichtig zu sein, dass sie neben dem Platz bei einer großen deutschen Tageszeitung auch in der Früh in den Radionachrichten kam. Ich glaube wir haben gerade ein Sommerloch.
Nichtsdestotrotz stimmt meiner Meinung nach natürlich nicht, was unser Nationalmannschaftsmanager da so erzählt. Natürlich haben wir einen Weltstar, aber den hat Oliver wohl übersehen. Weil es noch einer dieser Stars ist, die auf Medienberater verzichten und nur fußballerisch überzeugen: Phillip Lahm. Keine Mannschaft auf der Welt, auf der er nicht einen Stammplatz auf der linken Abwehrseite hätte. Kein Spieler, der auf seiner Position besser wäre. Aber eben kein Cristiano Ronaldo, der auch sein Privatleben in aller Öffentlichkeit präsentiert. Was ist also ein wirklicher Superstar, ein Fußballer der außergewöhnlichen Fußball spielt oder eine Person, die in der Öffentlichkeit steht, tausend Werbeverträge hat und auch ganz gut Fußball spielt (wie David Beckham zum Beispiel)? Ich glaube meine Antwort unterscheidet sich da ein wenig von der von Oliver Bierhoff.
Viel schlimmer finde ich aber, dass es anscheinend nicht so toll sein soll, wenn die Mannschaftsleistung über den Teamgeist kommt, immerhin haben wir so zwei Weltmeisterschaften geholt. Und so manches Starteam ist an seinen Superstars gescheitert (Niederlande 1974 und 1978, Ungarn 1954, Brasilien 1982 usw.). Aber was solls, wir brauchen Stars!
Danke Olli.
Bei Phillip Lahm bin ich übrigens nicht der einzige, der dieser Meinung ist: http://des-kaisers-erben.blog.de/2009/07/21/bierhoff-weltklasse-spieler-6560197/
